Geschichte
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Die Geschichte des Parks und seines Schlosses Pansevitz reicht bis ins 14. Jh. zurück. 1314 wird der Name zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Ursprünglich war die »Pansevitze« im Besitz der Familie von Krassow, einem alten Rügenschen Adelsgeschlecht. In der Familien-Geschichte der von Krassows, die seit 1720 zur schwedischen Ritterschaft gehörte, wird ein Garten auf der Nordseite des Herrenhauses erwähnt, der »mit seinen zierlichen Rabatten gewiss sehr alt ist«.

Die Gutsgebäude des Adelsgeschlechts entstanden im 16. Jh., wurden aber im Laufe des 18. und 19. Jh. zeitgemäß verändert. Genauso wie der Garten. Die beiden großen Linden-Alleen, die heute noch den Charakter des Parks mitbestimmen, entstanden zu Beginn des 18. Jhs., um die Anlage zu erweitern.

Von der Ostallee heißt es, sie sei im Nordischen Krieg (1700 – 1721) von schwedischen Soldaten angelegt worden. Etwa hundert Jahre später wurde der frühbarocke Teil nördlich und östlich des Herrenhauses nach dem Vorbild eines englischen Landschaftsgartens umgestaltet. Diese Parklandschaft, die die angrenzenden Waldflächen mit einbezieht, finden wir bis heute.

Die friedliche Existenz der »Pansevitze« fand 1945 vorerst ein Ende. Die Familie Graf zu Innhausen und Knyphausen, die das Gelände bis dahin bewohnt hatte, wurde enteignet. Das Schloss und der Park verfielen. Die ehemalige Pracht der Alleen schwand, Bäume und Sträucher fielen dem Wildwuchs zum Opfer und die Teiche versanken in Schilf, Wasserdost und Erlengebüsch. 14.000 Kubikmeter Schlamm sollte man später bei der Instandsetzung aus den Gewässern holen.

Auch das Schloss »verwitterte«. Die einheimische Bevölkerung nutzte das Material der verfallenden Gebäude für eigene Zwecke und hinterließ nur noch Ruinen mit verfallenen Grundmauern, Treppentürmen und Gewölben.


Den mehr als 50-jährigen Dornröschenschlaf der Anlage beendete schließlich der Rückkauf durch die Familie Graf zu Knyphausen.