Entdecken Sie einen Jahrhunderte alten Park im englischen Landschaftsstil.

Pansevitz gehört mit seiner Größe von etwa 12 Hektar sowie 35 Hektar angrenzendem Waldpark zu den wertvollsten Parkanlagen auf Rügen. Er ist in den letzten Jahren zu einem beliebten Ausflugsziel geworden.

Doch das war nicht immer so. In den Jahren der DDR unbeachtet sich selbst überlassen, verfiel die Anlage. Von dem dazugehörigen Schloss sind heute nur noch Reste vorhanden.

Nach der Wende kaufte der Verband INSULA RUGIA e.V. mit finanzieller Unterstützung der Familie Graf Knyphausen den völlig verwilderten Schlosspark von der BVVG mit der Zielstellung, ihn zu restaurieren. Seit 2007 hat die Stiftung »Schlosspark Pansevitz« die Aufgabe übernommen, den großen Park instand zu halten und die Ruine vor dem weiterem Verfall zu schützen.

Lassen Sie sich von seiner Schönheit verführen und besuchen Sie den Park auch einmal vor Ort. Er ist in jeder Jahreszeit einen Besuch wert.


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Herzlich  willkommen

Stellungnahme Stiftung Schlosspark Pansevitz zum Eignungsgebiet für Windenergienutzung WEG Nr. 1/2015 Gingst

Stellungnahme Stiftung Schlosspark Pansevitz zum Eignungsgebiet für Windenergienutzung WEG Nr. 1/2015 Gingst

Antrag auf Streichung des Eignungsgebietes

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Im Rahmen der Zweiten Änderung des Regionalen Raumentwicklungsprogramms Vorpommern vom März 2017 ist die Ausweisung des Eignungsgebiets für Windenergieanlagen Nr. 1/2015 mit 79 ha vorgesehen. Seine Auswirkungen in Form von Schall, Schatten, Lichtreflektion, Befeuerung und erheblich störende technische Anlagen sind mit schwerwiegenden Beeinträchtigungen auf den gebietsangrenzenden Schlosspark Pansevitz und dem in ihm betriebenen FriedWald verbunden.

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Die gemeinnützige Stiftung Schlosspark Pansevitz ist Eigentümerin des ca. 12 ha großen, öffentlich zugänglichen und denkmalgeschützten Schlossparkes. Die dort befindliche Ruine ist in Besitz von Graf Knyphausen. Sie wurde von der Stiftung langjährig gepachtet. Der Stiftungszweck gemäß Satzung ist die Unterhaltung und Entwicklung des denkmalgeschützten Parks mit der Ruine, Durchführung von kulturellen Veranstaltungen und der Aufbau eines ausreichenden Stiftungskapitals. Außerdem ist der Park der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese nutzt den Park und seinen Erholungswert rege. Der Park hat sich zu einem bedeutsamen Attraktionsfaktor des Tourismus in der Region entwickelt. Es wurden bisher ca. 2 Mio. € für die Revitalisierung und Unterhaltung des Parks und der Ruine investiert. Die Förderung durch Landes- und EU-Mittel ist erheblich.

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Um den Stiftungszweck - insbesondere die Unterhaltung, Pflege und den Aufbau eines ausreichenden Kapitalstocks zu gewährleisten, wurde vor 11 Jahren beschlossen, im Park dauerhaft einen FriedWald einzurichten. In einem FriedWald werden verrottbare Urnen unter Parkbäumen beigesetzt. Die Stiftung erhält von FriedWald einen erheblichen Teil der Kosten für die verkauften Grabstellen unter den z.T. mehr als 200 Jahre alten Parkbäumen. Der Aufbau eines ausreichend großen Kaitalstocks ist die Voraussetzung, um den Stiftungszweck nachhaltig und dauerhaft auch dann zu gewährleisten, wenn alle Grabstellen vergeben sind. Die Stiftungszwecke müssen dann alleine durch Einnahmen aus dem angelegten Kapitalstock und durch Spenden finanziert werden.

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Der sehr gepflegte Park mit der Ruine erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Gegenwärtig kommen ca. 20 000 Besucher pro Jahr - z.T. in Bussen. Es ist eine zunehmende Tendenz der Besucherzahlen zu verzeichnen - der Park gehört in der Zwischenzeit zum Standardbesuchsprogramm für Besucher der Insel. Der FriedWald ist für viele Personen eine hochgeschätzte Bestattungsform unter Parkbäumen ohne Grabfelder und Grabschmuck. Der Einzugsbereich der Personen, die hier bestattet werden wollen, ist zum großen Teil regional. Ein nicht unerheblicher Teil der Grabstellennachfrage rekrutiert sich aber auch aus Personen aus allen Bundesländern - bisher wurden etwa 2500 Grabstellen vergeben und etwa 700 Urnen sind unter Bäumen beigesetzt. Die Grabstellen werden überwiegend zu Lebzeiten ausgesucht. Der gepflegte historische Park mit den sehr schönen Parkbäumen und Parkelementen sowie die intakte Umgebung ist das Kapital der gemeinnützigen Stiftung. Der Park bezieht seine Attraktivität auch aus dem Wert der in ihm vorfindbaren Fauna und Flora. Er ist Lebensraum für geschützte Tierarten. Werden diese durch die Errichtung des an ihn grenzenden Windparks beeinträchtigt, vermindert sich auch der Erlebnis- und Gedächtniswert des Parks.

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Die regionale und bundesweite Wertschätzung des Parks mit dem ungewöhnlichen Finanzierungsmodell zeigt sich auch durch die erhaltenen Auszeichnungen. Im Jahre 2011 wurde im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs - 365 Orte im Land der Ideen - das Parkunterhaltungsmodell vom damaligen Bundespräsident Wulff in der Kategorie "Wirtschaft" ausgezeichnet - Tenor: Tote erhalten den Park für die Lebenden. Im Jahre 2013 wurde die Stiftung der Kulturpreis des neuen Landkreises Vorpommern - Rügen verliehen. Die Auszeichnung wurde von der Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel, von der Kreistagspräsidentin Frau Köster und dem Landrat Herrn Drescher verliehen.

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Das gegenwärtig ausgewiesene Eignungsgebiet für Windenergienutzung Gingst mit 79 ha geht im Westen bis auf ca. 650 m an den FriedWald heran. Sowohl von der Zuwegung zum Park, vom Aussichtspunkt auf der Ruine mit Wendeltreppe oder auch von vielen Punkten im Park wären die Windräder zu sehen (siehe Visualisierung im vorigen Beitrag - Neues...). Ein 700 Jahre alter Park mit einem FriedWald und ein Besuchermagnet vertragen sich nicht mit optischen Auswirkungen eines großen Windparks mit Anlagen zwischen 150 m und 200 m incl. Befeuerung. Der von den geplanten Anlagen ausgehende Lärm wäre im Park noch deutlich störend zu vernehmen. Das Gleiche gilt für den Schattenwurf und den Discoeffekt der rotierenden Flügel. Von den geplanten Windenergieanlagen mit einer Höhe von ca. 200 Metern wird auf den unter Denkmalschutz stehenden Park eine optisch schlechthin erdrückende Wirkung ausgehen. Dies steht im Widerspruch zu der aus § 7 DenkSchG MV zu folgernden Maxime, dass von Bauten keine erhebliche Beeinträchtigung auf ein geschütztes Denkmal ausgehen darf.

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Der Zweck eines Friedhofs besteht nach ständiger Rechtsprechung in der Ermöglichung einer angemessenen und geordneten Leichenbestattung sowie in der dem pietätvollen Gedenken der Verstorbenen entsprechenden würdigen Ausgestaltung und Ausstattung des der Totenbestattung gewidmeten Grundstücks. Die Würde des Beisetzungsortes ist verletzt, wenn störende Einrichtungen und Anlagen in Friedhofsnähe errichtet werden. Sie haben einen Abstand einzuhalten, der störende Einwirkungen nicht mehr zum Tragen kommen lässt. Aufdringlicher Lärm, ständig in Bewegung befindliche Rotorblätter und eine bedrückende bauliche Kulisse sind mit dem gebotenem pietätvollen Umgang gegenüber dem Andenken von Verstorbenen nicht gebietskompatibel (vgl. BVerwGE 142, 1 ff.).

Die Pietät gegenüber Verstorbenen resultiert aus der Achtung der Menschenwürde. Art. 1 Abs. 1 GG schützt nicht nur die Lebenden. Die Würde des Menschen endet nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts nicht mit dem Tode (BVerfGE 30, 173 <194>). Ihr verfassungsrechtlich gebotener Schutz reicht darüber hinaus. Er geht auch über das strafrechtliche Verständnis der Totenruhe i. S. d § 168 StGB hinaus. Die Achtung der postmortalen Menschenwürde gebietet dem Staat, jede Form von Störung, auch durch Planung, zu unterlassen. Störende Nutzungen erfordern daher einen vergleichbaren räumlichen Abstand zu Friedhöfen wie zu Wohnbebauungen.

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Durch die geplanten Windenergieanlagen würde nicht nur die Würde des Bestattungsortes, sondern auch die Rechtsstellung des Betreibers verletzt. Die Stiftung Schlosspark Pansevitz muss mit einem nachhaltigen Nachlassen des Interesses von Nutzern des Parks rechnen. Dies müsste sich in erheblichem Umfang negativ auf die denkmalgerechte Erhaltung des Parks auswirken. Die aus dem Betrieb von FriedWald erwirtschafteten Mittel sind erheblich. Sie fließen in die denkmalgerechte Erhaltung des Parks. Die bundesweit einmalige Finanzierung, nachhaltige Sicherung, Entwicklung und Pflege des Schlossparks Pansevitz darf nicht eingeschränkt werden. Gegenwärtig übernimmt die Stiftung mit ihrem Parkeigentum "öffentliche" Aufgaben - die Unterhaltung und Pflege des öffentlich zugänglichen Parks ohne öffentliche Zuschüsse. Es ist zu erwarten, dass die Beliebtheit des Parks und die Nachfrage nach FriedWaldgräbern stark nachlassen - erste Vertragsrücktritte bei

Realisierung des Windparks wurden bereits angedroht. Es wird der Stiftungszweck und das Finanzierungsmodell bedroht und infrage gestellt.

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Prof. Dr. Helmut Straßer (Vorstand Stiftung Schlosspark Pansevitz)

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Frieder Jelen (Vorstand Stiftung Schlosspark Pansevitz)

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Juristische Beratung Prof. Dr. Rainer Wolf

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