Nach dem Sturm
Die Apfelbäume auf der Streuobstwiese vor dem Schlosspark sind derzeit kaum zu übersehen. Die Früchte hängen dicht an dicht an den Ästen. Manche Zweige sind so schwer beladen, dass sie sich bis zum Boden biegen. Der September zeigt gerade seine fruchtige Seite.
Noch fühlt sich der Monat eher nach Spätsommer an: warm, beständig und meist trocken. Und trotzdem verändert sich der Park langsam. An der Ruine ist das besonders gut zu sehen. Der wilde Wein färbt sich als Erstes und leuchtet in kräftigen Rottönen.
Die Spuren des Sturms vom Monatsanfang sind dagegen kaum noch sichtbar. Die Aufräumarbeiten dauern allerdings noch an. Umgestürzte und beschädigte Gehölze werden nach und nach entfernt und abtransportiert. Einige liebgewonnene FriedWald-Bäume werden leider ersetzt werden müssen.
Und dennoch hat der Schlosspark nichts von seiner Vielfalt und Fülle verloren – und ebenso wenig von seiner Attraktivität. Im Gegenteil: Bei milden Temperaturen und Sonnenschein lädt er zu einem ausgedehnten Spaziergang ein, bei dem so manche Sorge im Wind verfliegt.