Die Sonne steht tief
… und wir erleben die kürzesten Tage des Jahres.
Filigrane Äste des wilden Weins schmiegen sich an die Fassade der Schlossruine. Bei einem Spaziergang durch den Schlosspark fällt auf, dass der Wasserspiegel in den Teichen deutlich gesunken ist. Zu Füßen der Bäume breitet sich eine braune Blätterdecke aus, und die kahlen Kronen lassen die Krähen tief durch den Park ziehen. Die Skulpturen treten nun deutlicher hervor als in anderen Jahreszeiten. Die Farbpalette ist auf Grün- und Brauntöne in zahlreichen Nuancen reduziert. Die Wiesen sind schwarz gesprenkelt von frisch aufgeworfenen Maulwurfshügeln. Für ein echtes Wintergefühl reichen die weißen Tupfer der Schneebeeren jedoch noch nicht aus – wir warten auf den Schnee.